Susanne Schenker
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Susanne Schenker
Susanne Schenker
Susanne Schenker

19. Aug' 11


Alkestis-Spiel

Theatergruppe Rattenfänger

Der Stoff in der griechischen Mythologie

Der (gute) König Admetos von Thessalien (Region im Nord-Osten Griechenlands) erfährt durch ein Orakel, dass er sterben muss, dass er sich aber retten kann, wenn er jemanden von vergleichbarem Stand findet, der für ihn stirbt.

Weder seine Getreuen noch seine Eltern sind dazu bereit. Seine junge Gattin aber geht für ihn in den Tod, Admetos nimmt das Opfer an.
Herkules, gerührt ob Admetos’ Gastfreundschaft trotz Trauer um Alkestis, steigt in die Unterwelt hinab und gibt Alkestis Admetos zurück.

Die Spielfassung – Würden Sie für Ihren Mann/Ihre Frau sterben?

Euripides hat den Stoff als erster nachgedichtet. Er hält sich dabei sehr eng an die oben beschriebene Überlieferung. Gleiches gilt für die Dramatisierung Hugo von Hofmannsthals. Freiere und den Stoff erweiternde Fassungen stammen u.a. von Thornton Wilder und Alexander Lernet-Holenia.

Einige Fragen, die aus heutiger Sicht besonders interessant erscheinen, werden aber keiner Dramatisierung gestellt oder berührt:
- die nach der Anmassung von Admetos, ein anderer habe für ihn zu sterben.
- die nach dem Grund für Alkestis’ Handeln. Je nach Quelle ist sie Mutter von zwei oder drei Kindern. Was gibt es für Gründe, sein Leben bewusst für jemand anderes hinzugeben?
- die nach der Zeit nach Alkestis’ Rückkehr aus dem Hades. Man kann sich vieles vorstellen, nur nicht, ihre Ehe ginge nun so weiter wie vorher.

Die Spielfassung erzählt unter anderem die überlieferte Geschichte und bedient sich hierfür bei den oben erwähnten Autoren. Gleichzeitig stellt sie dem Stoff heutige, bewusst bodennah formulierte Szenen entgegen, welche die drei zentralen Fragen aus dem Hier und Heute diskutieren.

Es entsteht eine Collage aus Alt und Neu, deren verbindendes Element ein grosser Chor aus heutigen Menschen ist. Aus ihm erwachsen die modernen Szenen, er ist es, der die entscheidenden Fragen stellt. So kann er – auch – als Spiegelbild des Publikums betrachtet werden. Natürlich gibt das Stück auch in unserer Version keine Antworten. Aber es können interessante und verständlich gestellte Fragen mit nach Hause genommen werden.

Veranstaltungen:
19., 20., 23., 24., 25., 31. August 2011
1., 2., 3., 7., 8., 9., 10. September 2011
jeweils um 20.15 Uhr
ÜBERSICHT

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